, Ruedi Ammann

Ein rabenschwarzes Wochenende

Inlinehockey: Zwei Niederlagen für den IHC Uri

 

Doppelrunde ergab Schlappen gegen Escholzmatter „Kobras“ (5:9) und Zuger „Wildschweine“ (2:12). Urner jetzt auf 5. Platz der 4.-Liga-Siebnergruppe.

 

Ruedi Ammann

 

Ein Zweifachdurchgang für die Urner zum Vergessen. Sie vermochten kaum ihr eigentliches Repertoire abzurufen. Nun heisst es einfach, mit neuer Zuversicht das verbleibende Meisterschaftsprogramm in Angriff zu nehmen. Am Wochenende gilt es, in Sursee gegen die punktelosen Tabellenletzten wieder auf die Erfolgsstrasse zurückzufinden. Die Zwischenrangliste: 1. Escholzmatt/Cobras  (18 Punkte), 2. Seetal (10), 3. Zug-Freiamt/Razorbacks (9), 4. Oberrüti/Sins (6), 5. Uri (5), 6. Bachs (3), 7. Sursee (0).

 

Fehlende Spritzigkeit gegen Leadertruppe

 

In Thun wurde die Partie gegen Escholzmatt in Angriff genommen. Die Fahrt ins Berner Oberland schien den Urschweizern alles andere als gut bekommen zu sein. Sie verschliefen die Auftaktphase komplett. Einzig dem stark auftrumpfenden Torhüter Nick Arnold war es zu verdanken, dass es nach 18 Spielminuten erst 0:3 hiess. Einer beeindruckenden Einzelaktion Christian Hergers führte in der Folge zum Anschlusstreffer. Zur Pause lagen die Urschweizer aber bereits wieder deutlicher (1:4) zurück. Coach Renato Aschwanden sprach seiner Truppe in der Kabine jegliche Spritzigkeit ab, forderte, mit mehr Selbstvertrauen zur Sache zu gehen und in der Offensive Akzente zu setzen. In der 28. Minute gelang es Marco Zemp, das 2:4 zu markieren. Die Luzerner antworteten postwendend. Das ähnliche Procedere wiederholte sich in der Folge noch dreimal. Schliesslich endete die Begegnung definitiv mit einer 5:9-Niederlage der Urner, nachdem drei weitere Tore durch Christian Herger, Marco Zemp sowie Patrik Arnold erzielt worden waren. Der Kommentar Renato Aschwandens: „Schade, dass wir die erste Halbzeit völlig verschlafen haben. Der zweite Spielabschnitt – mit dem Resultat von 4:4 – hat klar aufgezeigt, dass wir durchaus in der Lage waren, dem Tabellenersten die Stirn zu bieten.“ Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass die Urner nach 20 Minuten fatalerweise auf das weitere Mittun seitens Verteidigerhüne Florian Zgraggen (Aduktorenverletzung) verzichten mussten.

 

Konter führten primär zur deutlichen Niederlage

 

Gegen die Zuger „Razorbacks“ (übersetzt: „Wildschweine“…) waren die Urner bestrebt, bereits tags darauf die samstägliche Niederlage wegzustecken und ihr Können zu beweisen. Gesagt – getan (zumindest anfänglich): Bereits nach 40 Spielsekunden donnerten sie eine Scheibe nach schnell ausgeführtem Gegenstoss an die gegnerische Torumrandung. In der 5. Minute sprachen die Unparteischen die erste Bankstrafe gegen die Aschwanden-Truppe aus. Aus dem Powerplay resultierte der Zuger Führungstreffer. Er warf die Urner völlig aus dem Konzept. Sie eröffneten den „Wildschweinen“ immer wieder gute Torchancen. Mehrmals konnten die Widersacher nur mit unsauberen Aktionen vom Streitobjekt getrennt werden, was Unterzahlspiel und das 0:3 zur Folge hatte. Wie schon gegen Escholzmatt war es erneut Christian Herger, der mit dem 1:3 die Hoffnung in den eigenen Reihen aufflackern liess. Doch das 1:4-Halbzeitergebnis machte die Aufgabe der Urner natürlich alles andere als leichter. Renato Aschwanden versuchte während des Pausentees alles, um sein Kollektiv neu zu motivieren. Zu einer Wende respektive Reaktion fehlten aber erneut Selbstvertrauen und Kraft. Nach dem fünften Minustreffer war die Vorentscheidung weitestgehend gefallen. So ganz nach dem Motto „alles oder nichts“ warf der IHC nun alles in die Offensive. Doch Fortuna war ausschliesslich den Zugern hold gesinnt: Gleich vier Scheiben prallten von der deren Torumrandung ins Spielfeld zurück. Der Match ging schliesslich mit 2:12 in die Binsen, nachdem Lukas Oberholzer anlässlich seines ersten Einsatzes noch das zweite Erfolgserlebnis für die Urner gelungen war. Alles in allem agierten die Zuger ausgesprochen clever. Sie stellten sich auf die gegnerische Spielweise sichtlich gut ein, dabei immer wieder durch Konteraktionen zum Erfolg gelangend.

 

Renato Aschwanden zu den beiden happigen Niederlagen: „Wir bezahlten viel Lehrgeld. Die Erkenntnis: Nur mit geschlossenen kämpferischen Teamleistungen, über die gesamten zweimal 25 Minuten hinweg, können wir gegen solcher Widersaacher bestehen. Ein Lichtblick bildeten unsere beiden Neuzuzüger. Sie zeigten trotz ihrer Unerfahrenheit zwei gute Spiele.“

 

Für den IHC Uri spielten: Nick Arnold, André Gnos; Christian Herger (3), Marco Zberg, Daniel Epp, Marco Zemp (2), Florian Zgraggen, Simon Tresch, Marco Arnold, Andreas Bissig, Patrik Arnold (1), Michael Indergand, Christian Kempf, Simon Tresch, Lukas Oberholzer (1).